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Kai Loeckx:
Gartenprojekte
Ein Text von Klaus Möller
Dieser Text
stellt den Versuch dar, den Garten des Hamburger Künstlers
Kai Loeckx - mit dem Begriff Netzkunst im Hinterkopf - näher
zu betrachten. Der Text soll sich parallel zu den Gartenprojekten
weiterentwickeln und verändern.
Annäherung
Einen Garten
als Kunstwerk zu betrachten, ist nicht neu. Nicht wenige Gärtner
gehen ihrer Arbeit mit einer Obsession nach, die mensch bei so manchem
Kunstwerk vermisst.
Künstlerische Fragestellungen tauchen dabei selten. In den
letzten Jahren wuchs jedoch die Aufmerksamkeit für den Garten
als Medium künstlerischen Ausdrucks
[Hinweis auf Kunstforum Band 145/146].
Kai Loeckx interessiert
dieser "kunsttheoretische Kram" nur am Rande. Er beobachtet, er
gestaltet, er arbeitet, er erntet und verbringt einen großen
Teil seines Lebens im oder vielleicht als Garten.
Beobachten steht
an erster Stelle. Nicht zuletzt deshalb weil er sich ausgiebig mit
Permakultur beschäftigt hat.
Kai Loeckx bezeichnet
seinen Garten als "offenes System". Den Garten als "offenes System"
betrachten, heißt alles, was seine Grenzen überschreitet,
als Teil des Gartens zu nehmen. Neben den Pflanzen und Tieren, sind
auch der Gärtner/Künstler, seine Gedanken, seine Bewegungen,
sein Handeln, die Besucher, was sie mitbringen und was sie mitnehmen
Teil des Systems Garten.
Der Garten ist
als ein prozessuales und interaktives Kunstwerk zu verstehen und
zwar nicht nur weil dieser sich durch das Wachsen und Absterben
der Pflanzen oder durch Beeinflussung von Mensch und Tier ständig
verändert, sondern auch weil dieser das Denken und Handeln
"seiner" Menschen ständig verändert. Der Garten wird zum
denkenden und handelnden Akteur.
[Hinweis
Actor-Network-Theory].
[...soziale
Komponente, ...]
Gartenprojekt
2000
Im Laufe einer
Diskussion über Qualität - als "wesentliche Eigenschaft
von" - entstand die Idee wesentliche Eigenschaften, also das, was
das Sein des Gartens von Kai Loeckx bestimmt, diesen als Garten
auszeichnet und möglicherweise von anderen Gärten unterscheidet,
zu benennen und diesen Vorgang adäquat im Internet abzubilden.
Die im Gartenprojekt
2000 dokumentierten Pflanzen zeichnen sich dadurch aus, dass sie
an Stellen wuchsen, die für andere Pflanzen vorgesehen waren
und dort geduldet bzw. willkommen geheißen wurden.
Zur Zeit läuft
das Gartenprojekt 2001. Wir werden darüber berichten.
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